Historische Zeitungen aus den fünfziger Jahren

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Historische Zeitungen aus den fünfziger Jahren

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Das westdeutsche ”Wirtschaftswunder” begann 1951-1952. Charakteristisch für das folgende Jahrzehnt waren außergewöhnliche Steigerungsraten des Bruttosozialprodukts und des Außenhandels.

In den Fünfzigern wurde auch in der DDR ein sehr hohes Wirtschaftswachstum erzielt. Der Umfang des produzierten Nationaleinkommens wuchs von 1950 bis 1960 auf das 2,5fache, dabei waren besonders zu Beginn der fünfziger Jahre die Zuwachsraten beachtlich.
Ernsthafte Wachstumseinbrüche erschütterten die DDR-Wirtschaft jedoch 1952/53, 1956. Eine der tieferen Ursachen für die wirtschaftlichen Probleme in der DDR muss in den Reparationsleistungen an die Sowjetunion (1945-1953) gesucht werden. Die SBZ/DDR erbrachte die höchsten im 20. Jahrhundert bekannt gewordenen Reparationsleistungen, nach neueren Berechnungen mindestens 14 Milliarden Dollar (in Preisen von 1938) inklusive Besatzungskosten.

Die fünfziger Jahre gelten als das deutsche Kinojahrzehnt, waren der Höhepunkt des Radiozeitalters und zugleich der Beginn des Fernsehzeitalters in der Bundesrepublik.

Ein besonderes außerhäusliches Ereignis war immer noch der Kirchgang - gewöhnlich am Sonntagvormittag.

Zum häuslich geprägten Familien- und Privatleben, einem ruhigen Feierabend und unspektakulären Wochenende passte der noch sehr geringe Stand des Tourismus - entgegen dem verbreiteten Bild vom deutschen Italienurlauber, das als typisch für die fünfziger Jahre assoziiert wird.

 


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Zeitungen der fünziger Jahre aus dem Archiv

Anfang 1950 mußte ein Industriearbeiter noch 22 Stunden und 37 Minuten arbeiten, um sich für seinen Lohn ein Kilogramm Bohnenkaffee kaufen zu können. Für ein Kilo Kotelett rackerte er vier Stunden und 35 Minuten, für ein Kilo Butter vier Stunden 13 Minuten, für ein Kilo Margarine zwei Stunden, für ein Kilo Zucker fast eine Stunde und für ein Kilo Mischbrot 23 Minuten. Auch andere Konsumgüter des täglichen Bedarfs waren, in Arbeitszeit ausgedrückt, recht teuer. Ein Herrenoberhemd zum Beispiel kostete mehr als einen Tageslohn, für ein paar Schuhe mußte der Durchschnittsverdiener den Arbeitslohn von zwei Tagen aufwenden, für ein Rundfunkgerät sogar 15 Tagewerke zu je acht Stunden. Ein Leichtmotorrad war für den Lohn von 56,5 Arbeitstagen fast unerschwinglich.

Als das bewegte Jahrzehnt zu Ende ging, hatte sich inzwischen die Kaufkraft des Arbeitsentgeltes durch kräftige Lohnerhöhungen und eine maßvolle Preispolitik so verbessert, daß der durchschnittliche Industriearbeiter schon nach 6,25 Stunden ein Kilo Kaffee verdient hatte. Das Kilo Kotelett war ihm nach zwei Stunden und 25 Minuten Arbeit sicher, das Kilo Butter nach zwei Stunden und 19 Minuten, das Kilo Margarine nach 47 Minuten, das Kilo Zucker nach 26 und das Kilo Mischbrot nach 18 Minuten.

Ein Herrenoberhemd kostete ihn 1959 nur noch fünf Stunden und 14 Minuten Arbeitszeit, ein Paar Schuhe noch zehn Stunden und 42 Minuten, ein Rundfunkgerät vom Typ Super 13,5 Tage und ein Leichtmotorrad gut 21 Tage harter Arbeit. Für einen Volkswagen hätte er 1950 den Lohn für 493 Tage hergeben müssen. 1960 bekam er den “Käfer” für das Arbeitsentgelt von 174 Tagen. Im Durchschnitt konnte der Industriearbeiter Ende der fünfziger Jahre für seine Arbeitsleistung doppelt soviel Konsumgüter kaufen wie zu Beginn des Jahrzehnts.

Beim Tourismus handelte es sich zudem noch kaum um Urlaubsreisen ins Ausland - Mitte der fünfziger Jahre besaß überhaupt erst ein Fünftel der Bundesbürger einen Reisepaß, damals in der Regel Voraussetzung für einen Grenzübertritt. Auch 1960 reiste erst jeder dritte Tourist, also jeder zehnte Einwohner, ins Ausland. Abgesehen von Italien handelte es sich dabei überwiegend um die deutschsprachigen Nachbarländer, vor allem Österreich, wo die Sprache verstanden wurde und man sich heimisch fühlen konnte.

Seit dem letzten Drittel der fünfziger Jahre modernisierte sich der Massentourismus dann zusehends. Bis 1957 benutzte die Mehrheit der Urlaubsreisenden die Eisenbahn, ein Viertel den Personenkraftwagen. Bis zur Mitte der sechziger Jahre hatte sich dieses Verhältnis umgekehrt. Und während Mitte der fünfziger Jahre noch fast die Hälfte der Touristen bei Verwandten unterkam, waren es Anfang der sechziger Jahre weniger als ein Drittel. Die anderen zwei Drittel machten in Pensionen und Hotels Urlaub oder pflegten die aufkommende Camping-Kultur, deren Basis die individuelle Reise mit dem Auto oder mindestens mit dem Motorrad war. Die zunehmende Motorisierung war auch der Grund für die steigende Entfernung der Reiseziele.
 
 


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